Rumgejammer

Ich muss mal eine Runde jammern. Weinerlich, wie das heutige Wetter. Wie manche ja wissen, habe ich mich für einige Jahre im Vorstand und Beirat des Marabou e.V. engagiert. Neben der durch den Vorstand gemeinschaftlich durchgeführten Organisation von Informationsveranstaltungen, Radiointerviews, Vorträgen, Kontakt und Pflege einer freundschaftlichen Beziehung zu einer Schule in Strasbourg, die große Spendenaufkommen bereitstellte, und vielem mehr habe ich die Homepage des Haiti-Hilfevereins betreut.

Als ich die Seite übernahm, war sie eine der damaligen Zeit entsprechende HTML- und CSS-Konstruktion. Mit einigem Aufwand wurde daraus eine moderne, über ein Content-Management-System gepflegte Internetseite. Das CMS war einfach zu pflegen und zu aktualisieren und das Erstellen und Bearbeiten von Inhalten der Seite so simpel und ohne Hintergrundwissen durchführbar, dass jeder der wechselnden Mitglieder aus dem Vorstand über seinen, zugegebenermassen aus Sicherheitsgründen eingeschränkten, Zugang zu den Seiten eben jene intuitiv bearbeiten konnte. Automatisch wurden Sicherheitskopien der jeweils aktuellen Seite angelegt, wenn sie bearbeitet wurde um im schlimmsten Fall Fehler von Anwendern auszubügeln. Die Internetseite war so gestaltet, dass sie flexibel auf verschiedene Bildschirmgrößen und -auflösungen reagierte, mithin auf nahezu jedem internetfähigen Gerät und den verschiedenen Browsern gut darstellbar war.

Und nun? In der Zwischenzeit hatte ich aus verschiedenen Gründen angekündigt, dass ich ab Ende 2011 die Seite nicht weiter betreuen werde. Gestern habe ich routinemässig wegen eventuell notwendiger Updates auf die Seite geschaut und zu meiner Überaschung festgestellt, dass sich einiges geändert hat. “Wir” sind wieder am Anfang, also da, wo ich 2007 angefangen habe. Das CMS ist weg und die Seite besteht wieder aus selbstgeschriebenen HTML. Über die Optik kann man sicherlich streiten, ein vergleichender Eindruck entsteht vielleicht beim Klick auf das hier eingebundene Bild, der Schnappschuss der Seite zeigt eine Version aus dem Jahr 2008 (CMS, rechts) und eine aktuelle Version (handgebastelt, links).

Jetzt könnte ich (und sollte vielleicht auch) das einfach ignorieren (unabhängig von der Frage, ob es guter Stil ist, die mühevolle Arbeit eines anderen ohne Vorwarnung einfach zu löschen ). Aber irgendwie werde ich nicht schlau aus der Sache:

  • Die neue Seite kann nur von jemandem betreut werden, der sich zumindest grundlegend mit HTML und CSS auskennt, wie sonst soll der Bearbeiter durch sowas wie unten kursiv dargestellt durchsteigen? Zum Vergleich: Der aktuelle Artikel sieht in der Bearbeitung so aus wie auf dem Bild hier links.

<h1>Über Marabou</h1>
<img src=”bilder/marabou/1.bmp” style=”width: 250px; height: 188px; float: right; margin-left: 1em; margin-bottom: 0.4em;” alt=”">
Marabou e. V. ist [...]<br>
&nbsp;

  • Bei einer Übergabe an einen neuen Administrator muss sich dieser in den komplexen HTML-Text und das CSS einarbeiten
  • Die neue Seite hat eine starre Breite und ist damit mit Anzeigegeräten mit kleinerem Bildschirm schwer bis gar nicht lesbar
  • Erweiterungen sind nur schwer durchführbar, jede Änderung am allgemeinen Layout muss für jede Seite einzeln durchgeführt werden.

Bleibt die für mich rätselhafte Frage, warum? Über die Gründe kann man nur spekulieren. Bleibt zu hoffen, dass sich der Marabou e.V.  weiter- und nicht auch rückentwickelt. Wobei, manches war früher gar nicht so schlecht ;-)

Gaumenfreude mit Weihnachtsmarktbezug…

So, nach 20 min in der Küche gibt es heute Abend gebrannte Mandeln und/oder gebrannte Sonnenblumenkerne. Wer es nachmachen will:

X Gramm Zucker plus
1/2 X Gramm Wasser aufkochen,
X Gramm Mandeln zugeben,

rühren und kochen bis das Wasser verdampft ist, dann noch ein wenig weiterrühren bis der Zucker an den Mandeln kleben bleibt. Auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und auskühlen lassen. Vorsicht, das Zeug wird beim Schmelzen des Zuckers ekelhaft heiss! Die Zuckermenge kann natürlich erhöht werden, wie es mit weniger Zucker aussieht habe ich nicht ausprobiert.