Gestern Abend haben wir einen wirklich schönen Spaziergang gemacht und kamen auf dem Rückweg an der Gastronomie Sternwarte in Tübingen vorbei. Die Idee, einen Cocktail zu trinken ward geboren, wir nahmen Platz und das Unheil nahm seinen Lauf. Die Bedienung war sich nicht so sicher, was sie auf ihrem Bestellaufnahmeelektronendings drücken musste, die Cocktailnamen waren ihr ein Rätsel. Zehn Minuten später kamen dann der bestellte “Swimming Pool” und ein “Mai Tai”. Ersterer war so halbwegs in Ordnung, letzterer eine wirkliche Überraschung. Die Bedienung entschuldigte sich “dass es etwas länger gedauert hat, beim ersten Mal”. Uhm, aha, hier manscht die Bedienung noch selber… Der Mai Tai bestand zu geschätzten 90% aus Ethanol, verdünnt nur über die schon fast komplett geschmolzenen Eiswürfel (hatte ja “etwas länger gedauert”). Ich kann es mir bildhaft vorstellen, wie sie einen doppelten Schnaps nach dem nächsten in das Glas gekippt hat, bis alles, was auf der Karte stand, auch drin war im Glas. Und dann hat sie vermutlich festgestellt, dass kein weiterer Platz mehr im Glas war. Also noch einen Alibi-Limettenspritzer drüber und dann erstmal beiseite stellen und in aller Ruhe den anderen Cocktail anfertigen…
Fazit: Wer sich für wenig Geld betrinken will ist mit dem Mai Tai des Hauses gut bedient, wer wert auf einen leckeren, nicht abgestandenen Cocktail legt, findet in Tübingen ausreichend bessere Gelegenheiten.
Ps.: Obiges ist natürlich nur ein persönlicher Erfahrungsbericht, vielleicht auch nur ein Ausrutscher des Hauses, wollen wir letzteres für sie einfach mal annehmen…